FR 22. Jan - Sa 23. Jan
jeweils 20:00 Uhr


Eintritt: 12/7 Abendkasse
18/10 Festivalpass

INI-ART FESTIVAL
Musik – Performance – Jazz
Vol 4



Freitag 22. Jan

Pentasonic
Kalle Kalima – Guitar, live-electronics

Kalimas Klangwelt ist sperrig, aber nicht unzugänglich, ein Experimentierfeld, das die Möglichkeiten der E-Gitarre Schritt für Schritt auslotet. Das Solo-Projekt Pentasonic ist dabei eine Art Kernlabor, in dem er in Echtzeit ohne Overdubs mit Räumen, Motiven, Rhythmen, Geräuschen arbeitet, melodisch im Ansatz, orientiert am Flow der Inspiration, uneitel in der Durchführung. Faszinierender Blick in Kalimas Denk- & Performance-Werkstatt.
(Ralf Dombrowski 24.02.09)
In diesem Solo-Projekt benutzt Kalle Kalima Effekte und Präparationen und schickt den Gitarrensound durch 3 Samplr und 5 Verstärker, die um die Zuhörer angeordnet sind. Die Stücke sind beeinflusst von Minimal Music, Rock, Jazz und Folk und reichen von kleinen Zellen bis zum großorchestralen Sound.
Kalle Kalima



NebenDaNeben
Johannes Schmitz – Gitarre
Daniel Schmitz - Trompete

Die Musiker Johannes und Daniel Schmitz sind in der saarländischen Jazzszene schon in verschiedenen Formationen in Erscheinung getreten. Derzeit sind sie in den Bands Krassport, Octan, Jesus #11, Parallaxe, dem Christof Thewes Quintett und dem Modern Chamber Ensemble zu hören.
Das gemeinsame Musizieren der beiden Brüder beschränkte sich bis dato auf die Räume des elterlichen Wohnhauses. Für das Iniart-Festival haben sie nun eigens ein Programm erarbeitet und freuen sich dieses als Duo „NebenDaneben“ vor Publikum präsentieren zu dürfen.
Die Kompositionen bestehen zum größten Teil aus kurzen prägnanten Themen, die als Ausgangsbasis für den spontanen musikalischen Dialog dienen. Darin versuchen sie die klanglichen Facetten, die die Duobesetzung hergibt, auszureizen und legen dabei den Schwerpunkt auf ein druckvolles, energetisches Zusammenspiel.

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You are so me
Jan Klare - alto sax, flute, clarinet
Oliver Siegel - synthesizer
Simon Camatta - drums, percussion, electronics

Das Trio "You Are So Me" ist gleichsam eine brandneue und auch recht eingespielte Band. Saxofonist Jan Klare und Keyboarder Oliver Siegel begannen 2005 in einem Münsteraner Architekturbüro eine Konzertreihe mit dem Titel „aboriginal club“, in der sie neue Spielkonzepte im Grenzbereich verschiedenster musikalischer Genres ausloteten. Mitglied des damaligen Trios war der Herner Perkussionist Hans Kanty, der jedoch im selben Jahr verstarb. Nach einiger Zeit des Suchens und Irrens stieß Simon Camatta als fester Triopartner zu den beiden, der auf seine ganz eigene Art und Weise das entstandene Vakuum ausfüllte.
Die Geschichte der Gruppe drückt sich nun auch stark im Repertoire aus. Kompositionen überwiegend von Siegel und Klare bieten den Startpunkt für profundes Ausloten der Ausdrucksmöglichkeiten. Siegels außergewöhnliche Sounds, Klares hochenergetisches Spiel werden virtuos hochgekocht von Camattas unausweichlichem Drumdruck.
you are so me

 


Samstag 23. Nov

Jürgen Wuchner – Deep Talking
Jürgen Wuchner - Kontrabass
Manfred Becker - Akkordeon
Wollie Kaiser - Bass-, Kontrabassklarinette
Janusz Stefanski – Schlagzeug

DEEP TALKING, eine Expedition ins Reich der Tiefe. Oberflächliches Geschwätz ist nicht angesagt. Andere Töne werden angeschlagen. Diese Band geht den Dingen auf den Grund. Eine Tiefe, in der bisweilen ein abgründiger Spielwitz llauert.
Jürgen Wuchner macht sich mit DEEP TALKING daran, auszuloten, was sich in der musikalischen Tiefendimension tut. Die Erkundung der Undertones & Subtones ist für den Bassisten, Jazzpreisträger des Jahres 1996, nichts Neues. Noch nie aber hat er dem Rausch der Tiefe ein ganzes Bandprojekt gewidmet. Dazu hat er ein Ensemble zusammengestellt, dass aus sehr tiefen Instrumenten besteht. Er selbst spielt einen speziell gestimmten 5-saitigen Kontrabass.
Der Multiinstrumentalist Wollie Kaiser, häufiger Mitstreiter Jürgen Wuchners und bestens bekannt als Kölner Saxophon Mafioso, beschränkt sich auf Bass- und Kontrabassklarinette.
Manfred Becker, Grenzgänger am Akkordeon, seit Jahren ebenso in der Gießener Jazzszene wie bei zahlreichen Film-, Theater- und Literaturproduktionen aktiv, zieht hier vor allem die tiefen Register seines Instruments.
Das klangsensible Spiel von Janusz Stefanski, Hessischer Jazzpreisträger 2003 und seit vierzig Jahren eine Schlagzeug-Institution von europäischem Rang, verleiht dem Sound des Quartetts den dunklen Drive, den man von den Kompositionen Jürgen Wuchners erwarten darf.
Jürgen Wuchner



Noisy Minority & SQUAKK: Weltläufig

NOISY MINORITY
Omri Ziegele Altosax, Stimme
Jan Schlegel E-Bass
Dieter Ulrich Schlagzeug, Signalhorn

SQUAKK
Christof Thewes Posaune
Jan Roder Kontrabass
Michael Griener Schlagzeug

Eine Spezialität des Zürcher Festivals „unerhört!“ ist es, Musikern immer wieder Gelegenheit zu geben für spezielle Projekte. 2008 hat Omri Ziegele ein hochdotiertes Trio aus Berlin einladen können und für dieses DOPPELTRIOS eine Komposition geschrieben, die er WELTLÄUFIG nennt. Aus Fragmenten und melodischen Partikeln stellt Ziegele in seiner unverkennbaren Manier ein musikalisches breitgefächertes Kaleidoskop zusammen; ein hochgepresstes Energielabor, das jedem einzelnen viel Raum lässt zur Entfaltung und das anscheinend Unvereinbares ganz nahe zusammenklingen lässt: Hämmernde Grooves, wildes Gewucher und Geknatter neben zarten Melodiepflänzchen und sinnlichen Besinnungen , ausgelassene Freudentänzchen neben melancholischen Skizzen, radikale Äusserungen neben poetischen Glanztupfern ; eine kurzweilige und sehr intensive Reise durch viele wunderliche Welten -- eine Musik, die das Unmögliche will und so quasi die Stille und den Urknall miteinander zu vereinen sucht. Die beiden Trios ergänzen sich dabei auf das Fulminanteste.
Omri Ziegele

 

 




 

kalima
nebendaneben

Foto: Herbert Fritz

Foto: Francesca Pfeffer